Fachseminare Nachhaltigkeit

Der Bundesverband Bioenergie e.V. (BBE) veranstaltet gemeinsam mit der Deutschen Säge- und Holzindustrie e.V. (DeSH) das Fachseminar zur nachhaltigen Holzenergie.

Im digitalen Format wird es dabei in Vorträgen mit anschließenden Frage-, Antwort- und Diskussions-möglichkeiten um die Umsetzung der Nachhaltigkeits-anforderungen der Erneuerbare Energien Richtlinie der EU gehen. Beim eingesetzten Tool handelt es sich um GoToWebinar. Weitere Informationen dazu erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung.

Hintergrund und Anlass:

Die EU hat 2018 eine Überarbeitung der Erneuerbaren Energien Richtlinie (RED II) beschlossen. Die RED II definiert unter anderem Anforderungen an die Nachhaltigkeit und Treibhausgasminderung der Energieerzeugung aus Holz. Die Umsetzung in deutsches Recht wird durch die Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung (BioSt-NachV) vorgenommen, die voraussichtlich Ende November in Kraft treten wird. Für die eigentliche Umsetzung der Verordnung bis 31.12.2021 bleibt dann nur wenig Zeit für Holzenergieanlagenbetreiber und die vorgelagerte Wertschöpfungs- und Lieferantenkette.

Der Nachweis der Umsetzung der BioSt-NachV mittels eigens dafür von der EU-Kommission zugelassenen Zertifizierungs-systemen ist für Holzenergieanlagen mit einer Feuerung-swärmeleistung, die 20 MW übersteigt, ab 1.1.2022 Voraussetzung für den weiteren Erhalt der EEG-Vergütung. Für die eingesetzte forstliche Biomasse muss z.B. nachgewiesen werden, dass die Ernte des Holzes legal ist, Walderneuerung stattfindet und Schutzgebiete geschützt werden. Bereits die Lieferanten und Verarbeiter der Biomasse müssen nachweisen, dass die von ihnen erfasste Biomasse die Anforderungen einhält, sofern sie in nachweispflichtigen Holzenergieanlagen eingesetzt werden soll.

Doch wie läuft die Nachhaltigkeitszertifizierung im Detail ab? Welche Anforderungen müssen die Beteiligten der Holzenergiekette – angefangen vom Waldbesitzer bis hin zum Kraftwerk – einhalten, damit die Energie am Ende RED II-konform ist? Und welche Anforderungen kommen auf die Teilnehmer des europäischen Emissionshandels zu, wenn sie Biomasse zur Treibhausgasminderung einsetzen möchten?

Das Fachseminar beleuchtet mit der BioSt-NachV und dem Nachhaltige-Biomasse-System (Nabisy) die rechtlichen und organisatorischen Grundlagen der Nachhaltigkeits-zertifizierung der Biomasse, gibt einen Ausblick auf die Nachhaltigkeitsanforderungen an Biomasse im europäischen Emissionshandel und stellt neben dem Zertifizierungssystem SURE auch konkrete Praxisbeispiele dar. Das Seminar bietet dabei im praktischen online-Format nach allen Vorträgen Frage- und Diskussionsmöglichkeiten mit den Fachexperten.


 

Mit dem 8. Seminar „Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen“ setzen der Bundesverband Bioenergie (BBE) und die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) ihre Seminarreihe „Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen“ fort. Im Fokus der Vorträge stehen aktuelle, die gesamte Warenkette der Biokraftstoffwirtschaft betreffende Themen zur Umsetzung der RED II in nationales Recht mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote und zur Neufassung der Änderung der Biokraftstoff- und Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung.

Das inzwischen achte gemeinsam von Bundesverband Bioenergie (BBE)  und der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) veranstaltete  Fachseminar wird eröffnet mit einem Vortrag zur internationalen Marktsituation bei Biokraftstoffen. Vorgestellt wird nachfolgend der aktuell erschienene Evaluations- und Erfahrungsbericht 2020 der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, BLE. Biokraftstoffe auf Basis von Mindestquoten zu fördern, hat sich inzwischen international als Politikinstrument durchgesetzt. Die Anrechnung setzt in der EU den Nachweis bestimmter Anforderungen an die Nachhaltigkeit und Treibhausgasminderung voraus. Diese ändern sich mit der nationalen Umsetzung der Erneuerbare Energien-Richtlinie (EU/2018/2001) - RED II. Die mit dem Quotenjahr 2022 zu beachtenden Regelungen und neuen Anforderungen werden erläutert.

Die sogenannte „iLUC“-Frage wurde mit der Regelung gelöst, diese Biokraftstoffe bzw. Rohstoffe (Palmöl) bis spätestens 2030 auslaufen zu lassen. Erwartungsgemäß haben die wichtigsten palmölproduzierenden Länder gegen diesen aus deren Sicht diskriminierenden Ausschluss protestiert. Allerdings können palmölbasierte Biokraftstoffe unter Beachtung bestimmter Nachweisanforderungen angerechnet werden. Dies sieht die von der EU-Kommission erlassene delegierte Verordnung ((EU) 2019/807) vor. Es stellt sich die Frage nach der praktischen Umsetzung und Kontrolle, die in zwei Vorträgen beantwortet wird.  

Im Juli 2021 hatte die EU-Kommission das bestehende und neue Richtlinien bzw. Verordnungen umfassende Vorschlagspaket „fit-for-55“ vorgelegt. Ziel ist die Zementierung der Unumkehrbarkeit zur Erfüllung der Klimaschutzziele bis und nach 2030. Im abschließenden Vortrag wird ein Anstoß gegeben zu der grundsätzlichen Frage der Auswirkungen dieser Klimaschutzgesetzgebung auf den Verkehrssektor und im Besonderen bzgl. der erforderlichen Mobilisierung neuer innovativer alternativer Kraftstoffe. Die Fachwelt ist sich einig, dass mit Blick auf den Zeitdruck beim Klimaschutz, allein mit der Elektrifizierung der Antriebe der Transformationsprozess nicht gelingen kann, es werden zeitnah alle nachhaltigen Erfüllungsoptionen benötigt.


Die Fachseminare Nachhaltigkeit sind eine Veranstaltung im Rahmen des Projektes BioFoN, gefördert durch die Landwirtschaftliche Rentenbank.

Weitere Informationen hierzu:
www.fachseminar-nachhaltigkeit.de

 

Ansprechpartner:

Gerolf Bücheler
030/2758179-21

ohrpuryre@ovbraretvr.qr


 

© Bundesverband Bioenergie e.V. 2021

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